top of page

Ihre Website ist da – aber wie bringt sie Ihnen auch Kunden?

vor 1 Tag
4 Min. Lesezeit

Die Website ist online. Sie sieht ordentlich aus. Telefonnummer, Leistungen und Kontaktformular sind vorhanden. Aber Hand aufs Herz: Was muss eigentlich passieren, damit aus Ihrer Website auch ein neuer Kunde entsteht? Ein schönes Design allein reicht dafür nicht. Viele Besucher ebenfalls nicht. Eine Website muss mehrere Aufgaben erfüllen. Und wenn es an einer Stelle hakt, kann die ganze Kette unterbrochen sein.

Schauen wir uns diese Kette einmal an.



Artikel vom 6. Oktober 2026 Autor: Andreas Paersch Marketing-Coach und Webseiten-Bauer für Selbstständige und Inhaber kleiner Unternehmen



Wer einen Steuerberater, eine Ferienwohnung, einen Handwerker oder einen anderen Dienstleister sucht, muss überhaupt erst auf Sie aufmerksam werden. Lange bedeutete das vor allem: bei Google gefunden werden. Heute kommen weitere Wege hinzu. Menschen stoßen über soziale Netzwerke, Empfehlungen oder einen Blogartikel auf ein Unternehmen. Und inzwischen fragen sie auch ChatGPT und andere KI-Systeme nach Informationen, Angeboten und Anbietern. Eine besondere Herausforderung für die Betreiber von Webseiten, die diesen "neuen Weg" der Suche noch gar nicht auf dem Schirm und ihre Website dazu noch nicht vorbereitet haben.


Für Ihre Website bedeutet das: Sie muss dort sichtbar werden, wo Ihre möglichen Kunden nach einer Lösung suchen. Wird sie nicht gefunden, kann sie auch keine Kunden bringen.



Versteht der Besucher Ihrer Webseite schnell, worum es geht?


Sie selbst wissen natürlich genau, was Sie anbieten. Deshalb verstehen Sie auch Überschriften wie „Individuelle Lösungen“, „Alles aus einer Hand“ oder „Willkommen bei uns“. Der Besucher weiß aber noch nichts.

Der Besucher Ihrer Webseite möchte zunächst wissen: Bekomme ich hier meine Lösung?


Dafür sollte er möglichst schnell erkennen, was Sie anbieten und für wen Ihr Angebot gedacht ist. Erst danach interessiert ihn, wie lange es Ihr Unternehmen schon gibt oder welche Philosophie dahintersteht.



Wie wird aus Verstehen dann Vertrauen?


Nehmen wir an, Ihr Besucher hat verstanden, was Sie anbieten. Das heißt noch lange nicht, dass er Sie anruft. Er kennt Sie schließlich nicht. Also sucht er nach Hinweisen, die ihm bei seiner Entscheidung helfen:


  • Wer steckt hinter diesem Unternehmen?

  • Gibt es Erfahrungen anderer Kunden?

  • Kann ich sehen, wie gearbeitet wird?

  • Finde ich Beispiele oder Referenzen?

  • Wirkt das, was hier versprochen wird, glaubwürdig?


Gerade bei kleinen Unternehmen kann die Website hier eine wichtige Aufgabe übernehmen. Sie muss nicht so tun, als wären Sie ein internationaler Konzern.

Im Gegenteil. Die Webseite soll zeigen, mit wem der Kunde es tatsächlich zu tun bekommt.



Wie soll der nächste Schritt des Besuchers aussehen?


Der Besucher hat Ihr Angebot verstanden. Was soll er als Nächstes tun:


  • Anrufen?

  • Eine E-Mail schreiben?

  • Einen Termin vereinbaren?

  • Etwas bestellen?

  • Oder erst einmal weitere Informationen lesen?


Machen Sie diesen nächsten Schritt nicht unnötig kompliziert. In meinen Coachings nenne ich dies gern "den Weg zur Kasse sichtbar machen". Wer erst nach der Telefonnummer suchen oder ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern ausfüllen muss, kann auch wieder verschwinden. Das wäre schade. Denn bis hierhin hat Ihre Website eigentlich alles richtig gemacht.



Warum reicht es nicht aus, gefunden zu werden ?


Damit wird auch deutlich, warum Besucherzahlen allein wenig darüber aussagen, ob eine Website für ein Unternehmen funktioniert.


  1. Ein möglicher Kunde muss Sie finden.

  2. Er muss Ihr Angebot verstehen.

  3. Er muss genügend Vertrauen entwickeln.

  4. Und Sie müssen ihm den nächsten Schritt leicht machen.


Fehlt einer dieser Schritte, kann die Kette abbrechen.

Und genau deshalb ist es wichtig herauszufinden, an welcher Stelle es hakt.



Sie werden gefunden – aber niemand fragt an?


Sie wissen bereits, dass Menschen Ihre Website besuchen. Trotzdem entstehen daraus kaum Kontakte oder Anfragen. Dann brauchen Sie nicht als Erstes noch mehr Besucher.

Dann lohnt sich ein genauer Blick darauf, was nach dem Besuch Ihrer Website passiert.

Dazu haben wir bereits einen eigenen Artikel geschrieben: „Ihre Website wird gefunden – aber warum fragt niemand an?“. Dort schauen wir uns diese Situation genauer an.



TIPP: Schauen Sie einmal mit fremden Augen auf Ihre Website


Das ist gar nicht so einfach. Denn Sie kennen Ihre Website. Sie wissen, was sich hinter jedem Menüpunkt verbirgt. Sie kennen Ihre Leistungen. Und wenn irgendwo nur „Beratung“ steht, wissen Sie natürlich, welche Beratung damit gemeint ist. Ein neuer Besucher weiß das nicht.


Probieren Sie deshalb einen kleinen Test. Öffnen Sie Ihre Startseite und stellen Sie sich diese fünf Fragen:


  1. Wird schnell klar, was ich anbiete?

  2. Erkennt ein möglicher Kunde, ob mein Angebot für ihn gedacht ist?

  3. Findet er die Informationen, die für seine Entscheidung wichtig sind?

  4. Bekommt er einen Grund, mir zu vertrauen?

  5. Weiß er anschließend, was er tun soll?


Bei welcher Frage müssen Sie länger überlegen? Genau dort sollten Sie zuerst genauer hinschauen.



Ihre Website muss nicht perfekt sein


Eine Website muss keinen Designpreis gewinnen. Sie muss auch nicht jede Woche umgebaut werden, weil igendwo ein neuer Trend auftaucht. Sie sollte ihren Job machen.

Und der besteht für viele Selbstständige und kleine Unternehmen aus vier ziemlich einfachen Dingen:


  • Gefunden werden.

  • Verstanden werden.

  • Vertrauen schaffen.

  • Den nächsten Schritt leicht machen.


Wenn das funktioniert, arbeitet Ihre Website für Ihr Unternehmen. Wenn nicht, sollten Sie herausfinden, an welcher Stelle die Kette unterbrochen wird.




Und wo hakt es bei Ihrer Website?


Genau diese Frage ist manchmal schwer zu beantworten, wenn man jeden Tag mit der eigenen Website arbeitet. Deshalb haben wir unseren Webseiten-Check sowie das Werkbuch Internet entwickelt.

Wir schauen nicht nur darauf, ob uns Ihre Website gefällt. Wir betrachten sie aus Sicht eines Menschen, der Ihr Unternehmen noch nicht kennt:


  • Was versteht er sofort?

  • Wo muss er suchen?

  • Was schafft Vertrauen?

  • Und wo könnte er wieder abspringen?


Danach wissen Sie besser, was Sie tatsächlich verändern sollten – und was ruhig so bleiben kann.


 
 
bottom of page