Facebook-Account gehackt. Was jetzt?
- vor 2 Tagen
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„Das kann eigentlich nicht sein. Ich habe doch gar nichts geändert." So oder ähnlich beginnt ein Gespräch, wenn plötzlich das Facebook-Passwort nicht mehr funktioniert. Man sitzt gemeinsam vor dem Rechner, probiert die Anmeldung noch einmal und stellt kurze Zeit später fest: Die E-Mail-Adresse stimmt nicht mehr. Vielleicht wurden bereits Nachrichten an Freunde verschickt, vielleicht ist bisher auch überhaupt nichts aufgefallen. Spätestens dann wird klar, dass hier nicht einfach nur ein vergessenes Passwort vorliegt. Was jetzt wichtig ist, lässt sich meistens Schritt für Schritt klären.
Letzte Aktualisierung am 30.08.2025
Erstfassung am 16.06.2022
Autor: Andreas Paersch, Computerhilfe in Ungarn
Die meisten Fehler passieren dabei nicht unbedingt bei Facebook selbst, sondern in der Hektik danach: Man klickt auf den nächsten Link, gibt irgendwo einen Sicherheitscode ein oder übersieht, dass hinter dem Facebook-Konto noch eine viel wichtigere Tür steckt – das eigene E-Mail-Konto.
Zuerst schauen, was überhaupt passiert ist
Bevor wir irgendetwas ändern, würde ich mir zunächst ein Bild von der Situation machen:
Funktioniert die Anmeldung noch?
Kommt das bisherige Passwort nicht mehr an?
Hat Facebook eine E-Mail über eine Änderung verschickt?
Sind E-Mail-Adresse oder Telefonnummer im Konto verändert worden?
Haben Freunde bereits merkwürdige Nachrichten bekommen?
Diese Fragen helfen dabei, herauszufinden, wie weit der Zugriff möglicherweise schon gegangen ist. Denn „mein Facebook wurde gehackt" kann ganz unterschiedliche Dinge bedeuten. Manchmal wurde lediglich das Passwort gestohlen. In anderen Fällen hat sich jemand bereits im Konto umgesehen und Einstellungen verändert. Und manchmal merkt der Besitzer zunächst überhaupt nichts davon.
Wenn Sie nicht mehr in Ihr Facebook-Konto kommen
Wenn das Passwort plötzlich nicht mehr funktioniert und Sie vermuten, dass jemand anderes es geändert hat, würde ich nicht lange mit irgendwelchen Suchergebnissen experimentieren. Facebook hat dafür eine eigene Wiederherstellungsseite:
Dort beginnt der offizielle Wiederherstellungsprozess für ein möglicherweise gehacktes Konto. Wenn möglich, sollten Sie dafür ein Gerät verwenden, mit dem Sie sich bereits früher bei Facebook angemeldet haben. Das kann der eigene Computer, das Smartphone oder ein Tablet sein.
Das ist deshalb sinnvoll, weil Facebook bei der Wiederherstellung unter anderem bekannte Geräte und Anmeldeumgebungen berücksichtigen kann. Wichtig ist auch, dass Sie nicht auf einen Link aus einer verdächtigen E-Mail klicken, nur weil dort „Facebook" steht. Öffnen Sie Facebook lieber selbst beziehungsweise verwenden Sie die bekannte offizielle Adresse.
Was, wenn der Hacker die E-Mail-Adresse geändert hat?
Das ist der Moment, an dem viele Betroffene denken: „Jetzt komme ich da überhaupt nicht mehr rein." Wenn nicht nur das Passwort, sondern auch die E-Mail-Adresse geändert wurde, sieht die Situation zunächst tatsächlich ziemlich schlecht aus.
Trotzdem sollten Sie den Wiederherstellungsprozess über Facebook weiter versuchen.
Je nach Situation kann Facebook zusätzliche Möglichkeiten zur Identitätsprüfung anbieten. Welche Schritte erscheinen, hängt vom jeweiligen Konto und vom konkreten Wiederherstellungsfall ab.
Meta hat die Verfahren zur Wiederherstellung kompromittierter Konten in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Dazu gehören auch zusätzliche Möglichkeiten zur Identitätsprüfung, die je nach Fall angeboten werden können.
Deshalb würde ich mich bei einem solchen Problem nicht auf eine alte Anleitung verlassen, die vielleicht vor drei oder fünf Jahren einmal funktioniert hat. Entscheidend ist, was Facebook Ihnen aktuell im Wiederherstellungsprozess anbietet.
Wenn Sie auch aus Ihrem E-Mail-Konto ausgesperrt sind
Es gibt Fälle, die noch eine Stufe unangenehmer sind: Der Angreifer hat nicht nur Facebook übernommen, sondern auch gleich die hinterlegte E-Mail-Adresse verändert – oder Sie kommen aus einem anderen Grund auch dort nicht mehr hinein.
Dann hilft die normale Passwort-Wiederherstellung über facebook.com/hacked allein nicht mehr weiter, weil die Bestätigungsmail ja bei jemand anderem ankommt.
In diesem Fall bietet Meta inzwischen zusätzliche Möglichkeiten zur Identitätsprüfung an, unter anderem über ein Video-Selfie-Verfahren oder das Hochladen eines Ausweisdokuments. Ob und in welcher Form Ihnen diese Option angezeigt wird, hängt vom jeweiligen Konto und Einzelfall ab.
Wichtig dabei:
Führen Sie ein solches Verfahren ausschließlich über die offizielle Facebook-Wiederherstellungsseite durch, niemals über einen Link, den Ihnen jemand per E-Mail, SMS oder Chat zugeschickt hat.
Meta wird Sie niemals von sich aus per Nachricht auffordern, einen Ausweis an eine private Adresse oder einen externen Chat zu senden. Wenn Facebook Ihnen ein solches Verifizierungsverfahren anbietet, würde ich es geduldig durchgehen, auch wenn es unbequem erscheint. Es ist aktuell einer der zuverlässigsten Wege, um ein Konto zurückzubekommen, wenn sowohl Facebook als auch die zugehörige E-Mail-Adresse betroffen sind.
Jetzt kommt ein Punkt, den viele vergessen: die E-Mail-Adresse
Wenn wir gemeinsam vor dem Rechner sitzen, geht es zunächst natürlich um Facebook.
Das ist ja schließlich das Konto, das nicht mehr funktioniert. Ich frage deshalb aber ziemlich schnell: „Welche E-Mail-Adresse ist mit Facebook verbunden?" Und danach kommt die nächste Frage: „Ist diese E-Mail-Adresse selbst noch sicher?"
Das wird erstaunlich oft übersehen.
Dabei ist das E-Mail-Konto für die Sicherheit von Facebook mindestens genauso wichtig. Über die E-Mail-Adresse laufen schließlich häufig die Nachrichten zur Wiederherstellung von Passwörtern und Konten. Wenn jemand nicht nur Facebook, sondern auch das E-Mail-Konto kontrolliert, kann er unter Umständen versuchen, weitere Zugänge zu übernehmen. Deshalb gehört die E-Mail-Adresse für mich zu den ersten Dingen, die nach einem Facebook-Hack überprüft werden sollten.
Was sollten Sie im E-Mail-Konto kontrollieren?
Schauen Sie zunächst, ob das Passwort noch stimmt und ob Ihnen die angemeldeten Geräte bekannt sind. Danach lohnt sich ein Blick in die Sicherheitseinstellungen:
Ist dort eine fremde Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse eingetragen?
Wurde eine Telefonnummer verändert?
Gibt es Anmeldungen, die Sie nicht zuordnen können?
Und dann gibt es noch zwei Dinge, die man leicht übersieht: Weiterleitungen und Filter.
Bei vielen E-Mail-Diensten kann man einstellen, dass bestimmte Nachrichten automatisch weitergeleitet, verschoben oder gelöscht werden. Wenn ein Angreifer Zugriff auf das Postfach hatte, könnte er solche Einstellungen verändert haben.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb bei einem gehackten E-Mail-Konto ausdrücklich, auch Filter und Weiterleitungen zu kontrollieren.
Das klingt zunächst nach einem Detail. In der Praxis kann es aber entscheidend sein.
Denn was bringt es, wenn Sie Ihr Facebook-Konto zurückbekommen, während jemand weiterhin Zugriff auf Ihr E-Mail-Postfach hat?
Wenn Sie dasselbe Passwort noch woanders verwenden
An dieser Stelle stelle ich meistens noch eine Frage:
„Hatten Sie dieses Passwort auch bei anderen Diensten?"
Wenn die Antwort „ja" lautet, sollten wir nicht nur über Facebook sprechen.
Vielleicht wurde das gleiche Passwort auch für das E-Mail-Konto verwendet. Oder für Instagram, einen Online-Shop, Google, Microsoft oder einen anderen Dienst. Dann sollte das Passwort dort ebenfalls geändert werden.
Am besten verwenden Sie für jedes wichtige Konto ein eigenes Passwort.
Das ist natürlich etwas unbequemer. Wenn ein Passwort aber nur bei einem einzigen Dienst verwendet wird, kann ein gestohlenes Passwort nicht einfach bei fünf anderen Diensten ausprobiert werden. Ein Passwortmanager kann dabei helfen, den Überblick zu behalten.
Sie kommen wieder in Facebook hinein? Dann noch nicht aufhören
Nehmen wir an, die Wiederherstellung hat funktioniert. Sie können sich wieder anmelden. Das ist natürlich der wichtigste Moment. Aber jetzt würde ich nicht einfach den Rechner zuklappen und sagen: „Gut, dann ist ja alles wieder in Ordnung."
Denn wir wissen noch nicht, was während des fremden Zugriffs verändert wurde.
Jetzt lohnt sich ein gemeinsamer Rundgang durch das Konto.
Passwort ändern
Als Erstes würde ich ein neues Passwort vergeben.
Nicht einfach das alte Passwort wiederverwenden und auch nicht nur eine Zahl dahinterhängen. Nehmen Sie ein neues Passwort, das Sie ausschließlich für Facebook verwenden.
E-Mail-Adresse kontrollieren
Schauen Sie nach, welche E-Mail-Adressen mit dem Konto verbunden sind. Ist Ihre eigene Adresse noch vorhanden? Taucht dort etwas auf, das Sie nicht kennen? Wenn eine fremde Adresse hinterlegt wurde, sollte das unbedingt geklärt werden.
Telefonnummer kontrollieren
Das Gleiche gilt für die Telefonnummer. Auch hier sollte nur Ihre eigene beziehungsweise eine von Ihnen bewusst hinterlegte Nummer stehen.
Angemeldete Geräte überprüfen
Das ist ein weiterer Punkt, den man leicht übersieht. Schauen Sie sich an, auf welchen Geräten und an welchen Orten das Facebook-Konto verwendet wurde. Erkennen Sie alle Anmeldungen? Wenn nicht, sollten Sie unbekannte Sitzungen beenden.
Wenn ich gemeinsam mit einem Kunden durch diese Liste gehe, wird manchmal erst an dieser Stelle sichtbar, dass ein unbekanntes Gerät noch Zugriff auf das Konto hat.
Wenn Sie Facebook auch für Werbung oder ein Geschäftskonto nutzen
Ein Punkt, der bei privaten Nutzern gerne übersehen wird, aber wichtig ist, sobald irgendwo eine Zahlungsmethode hinterlegt ist: Facebook-Werbekonten und Business-Konten. Wenn an Ihr Konto eine Kreditkarte oder ein Bankkonto für Werbeanzeigen angebunden ist, sollten Sie nach einer Kontoübernahme unbedingt auch dort nachsehen. Wurden Anzeigen geschaltet, die nicht von Ihnen stammen? Ist eine unbekannte Zahlungsmethode hinterlegt? Haben fremde Personen Zugriff auf einen Business Manager oder eine verknüpfte Seite erhalten?
Auch wenn Sie selbst kein Unternehmen betreiben: Manche private Konten sind über die Jahre mit einer Seite oder einem früher einmal eingerichteten Werbekonto verbunden, ohne dass man aktuell daran denkt. Es lohnt sich, kurz nachzuschauen.
Falls Sie unautorisierte Abbuchungen feststellen, sollten Sie zusätzlich Ihre Bank beziehungsweise Ihr Kartenunternehmen informieren.
Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten
Wenn das Konto wieder unter Ihrer Kontrolle ist, würde ich als Nächstes die Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten. Dabei reicht das Passwort allein nicht mehr aus. Bei einer Anmeldung kommt eine zusätzliche Sicherheitsprüfung dazu. Das ist keine hundertprozentige Garantie gegen einen Angriff. Aber es macht es einem Angreifer deutlich schwerer. Und auch hier gilt wieder: Denken Sie an Ihre E-Mail-Adresse. Wenn Ihr E-Mail-Konto gut geschützt ist, schützen Sie damit indirekt auch viele andere Online-Konten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt die Zwei-Faktor-Authentisierung insbesondere für wichtige Online-Konten.
Was hat der Hacker in der Zwischenzeit gemacht?
Jetzt würde ich noch einmal einen Blick auf das Facebook-Konto selbst werfen.
Wurden Beiträge veröffentlicht?
Wurden Nachrichten verschickt?
Wurden Freundschaftsanfragen versendet?
Gibt es neue Seiten, Gruppen oder Apps?
Wurden irgendwelche Einstellungen verändert?
Das ist nicht nur eine Frage der Ordnung. Wenn jemand in Ihrem Namen Nachrichten verschickt hat, sollten Sie wissen, was Ihre Kontakte möglicherweise bekommen haben.
Freunde warnen – besonders wenn um Geld gebeten wurde
Das ist ein Punkt, den man nach einem Facebook-Hack nicht vergessen sollte.
Stellen Sie sich vor, der Angreifer schreibt zehn Ihrer Freunde an. Vielleicht lautet die Nachricht:
„Ich habe gerade ein Problem.
Kannst du mir schnell Geld schicken?"
Für den Empfänger sieht das zunächst aus wie eine Nachricht von einem guten Freund.
Oder es wird ein Link verschickt, der angeblich zu einem Foto führt. Deshalb sollten Sie Ihre Kontakte informieren, wenn bereits Nachrichten über Ihr Konto verschickt wurden.
Eine kurze Nachricht reicht:
„Mein Facebook-Konto wurde gehackt. Falls ihr in letzter Zeit eine ungewöhnliche Nachricht oder einen Link von mir bekommen habt, bitte nicht darauf reagieren und nichts anklicken."
Damit ist zumindest klar, dass diese Nachrichten nicht von Ihnen stammen. Die Verbraucherzentrale weist ebenfalls auf Betrugsversuche hin, bei denen gehackte oder nachgeahmte Social-Media-Profile verwendet werden, um Freunde und Bekannte zu täuschen.
Wenn tatsächlich Geld verloren gegangen ist
Falls über Ihr Konto Freunde oder Bekannte tatsächlich zu einer Zahlung überredet wurden, ist das nicht mehr nur ein Sicherheitsproblem, sondern ein Betrugsfall.
In diesem Fall würde ich empfehlen, das Ganze auch offiziell anzuzeigen – sowohl damit ein Vorgang dokumentiert ist, als auch weil es für Betroffene manchmal wichtig ist, den Vorfall nicht einfach nur „auszusitzen".
Für Sie als deutschsprachige Person mit Wohnsitz in Ungarn bedeutet das praktisch: Eine Anzeige kann grundsätzlich bei der örtlichen ungarischen Polizei (rendőrség) erstattet werden, da sich der Wohnort des Betroffenen richtet. Bei Bedarf kann auch die deutsche Botschaft in Budapest erste Orientierung geben, welche Schritte in Ihrer Situation sinnvoll sind, auch wenn sie selbst keine Anzeige entgegennimmt.
Sammeln Sie dafür nach Möglichkeit Screenshots der Nachrichten, Zeitpunkte und – falls vorhanden – Zahlungsbelege der betroffenen Person. Das erleichtert die Aufnahme des Vorfalls erheblich.
Und was ist mit dem Computer?
Ein gehacktes Facebook-Konto bedeutet nicht automatisch, dass auch Ihr Computer gehackt wurde. Das sollte man auseinanderhalten.
Es kann beispielsweise passiert sein, dass Sie Ihre Facebook-Zugangsdaten auf einer gefälschten Internetseite eingegeben haben. Die Seite sah vielleicht genauso aus wie Facebook, war aber in Wirklichkeit eine Phishing-Seite. In einem solchen Fall liegt das Problem zunächst bei den gestohlenen Zugangsdaten.
Trotzdem würde ich genauer hinschauen, wenn sich der Computer plötzlich ungewöhnlich verhält:
Sind neue Programme installiert?
Gibt es unbekannte Browser-Erweiterungen?
Öffnen sich plötzlich Fenster?
Verhält sich der Browser anders als vorher?
Oder gibt es weitere Hinweise darauf, dass jemand Zugriff auf das Gerät gehabt haben könnte?
Dann sollte der Computer ebenfalls überprüft werden.
Vorsicht vor angeblichen Facebook-Helfern
Gerade in dem Moment, in dem man sein Konto nicht mehr unter Kontrolle hat, ist man empfänglich für schnelle Lösungen.
Das nutzen Betrüger aus. Wenn Ihnen jemand verspricht:
„Ich kann Ihr Facebook-Konto zurückholen."
und dafür Ihr Passwort oder einen Sicherheitscode verlangt, sollten Sie sofort vorsichtig werden. Geben Sie niemals einen Facebook-Bestätigungscode an eine andere Person weiter. Das Gleiche gilt für SMS-Codes, Authenticator-Codes oder Wiederherstellungscodes. Auch eine seriöse Computerhilfe benötigt diese Daten nicht.
Ich kann einem Kunden erklären, wo er klicken muss und was die einzelnen Schritte bedeuten. Das Passwort und die Sicherheitscodes bleiben trotzdem beim Kunden.
Was tun, wenn Facebook nicht sofort hilft?
Das ist leider ein Punkt, an dem viele Menschen frustriert aufgeben.
Die Wiederherstellung eines Kontos funktioniert nicht in jedem Fall sofort und nicht jeder bekommt die gleichen Optionen angezeigt.
Facebook beziehungsweise Meta hat die eigenen Support- und Wiederherstellungsangebote inzwischen erweitert. Dazu gehören auch neue digitale Supportmöglichkeiten und – je nach Verfügbarkeit und Fall – zusätzliche Möglichkeiten zur Identitätsprüfung. Trotzdem gilt: Es gibt keinen seriösen Trick, mit dem man den Facebook-Support einfach umgehen kann.
Wenn Facebook weitere Informationen verlangt, sollten Sie die dort angebotenen Schritte sorgfältig durchführen. Und wenn Sie nicht verstehen, was Facebook von Ihnen möchte, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu holen.
Facebook gehackt – was sollte ich jetzt konkret machen?
Wenn Sie gerade vor dem Rechner sitzen und nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, würde ich es auf diese Reihenfolge herunterbrechen:
1. Keine verdächtigen Links anklicken.
2. Die offizielle Facebook-Wiederherstellung über facebook.com/hacked aufrufen.
3. Wenn möglich, ein Gerät verwenden, mit dem Sie Facebook schon früher genutzt haben.
4. Prüfen, ob Ihre E-Mail-Adresse noch korrekt hinterlegt ist.
5. Das E-Mail-Konto selbst auf fremde Zugriffe, Weiterleitungen und Filter kontrollieren.
6. Sobald Sie wieder Zugriff haben, ein neues und ausschließlich für Facebook verwendetes Passwort vergeben.
7. E-Mail-Adresse und Telefonnummer im Facebook-Konto kontrollieren.
8. Angemeldete Geräte und Sitzungen überprüfen.
9. Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten.
10. Freunde informieren, wenn über Ihr Konto Nachrichten verschickt wurden.
11. Andere Konten überprüfen, bei denen dasselbe Passwort verwendet wurde.
12. Bei einem entsprechenden Verdacht auch Computer oder Smartphone überprüfen lassen.
Wenn Sie Unterstützung brauchen
Manchmal ist das eigentliche Problem gar nicht, dass die einzelnen Schritte besonders kompliziert wären.
Das Problem ist, dass man nicht weiß, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Gerade wenn Facebook, E-Mail, Smartphone und Computer gleichzeitig eine Rolle spielen, kann man schnell den Überblick verlieren.
In meiner Computerhilfe erlebe ich solche Situationen immer wieder. Dann sitzen wir gemeinsam vor dem Rechner und schauen uns zunächst an, was überhaupt passiert ist. Danach arbeiten wir uns Schritt für Schritt durch die verschiedenen Konten und Einstellungen. Ihr Passwort bleibt bei Ihnen. Sicherheitscodes bleiben bei Ihnen. Ich unterstütze Sie dabei, herauszufinden, was passiert ist, welche Konten möglicherweise betroffen sind und welche Schritte jetzt sinnvoll sind.
Ein kurzer Hinweis noch zu den Quellen, die Sie am Ende dieses Artikels finden: Die verlinkten Seiten der Verbraucherzentrale sind deutsche Anlaufstellen und richten sich an Verbraucher in Deutschland. Für die eigentliche Wiederherstellung des Facebook-Kontos spielt das keine Rolle, da Meta weltweit dieselben Verfahren anbietet. Sollte es aber tatsächlich zu einem Betrugsfall mit finanziellem Schaden kommen, ist in Ungarn nicht die deutsche Verbraucherzentrale zuständig, sondern die ungarischen Behörden vor Ort beziehungsweise Ihre Bank. Die deutschen Verbraucherschutz-Seiten sind als allgemeine Orientierung und Hintergrundinformation sehr hilfreich, für eine förmliche Anzeige oder Rückbuchung ist aber die örtliche beziehungsweise die kontoführende Stelle der richtige Ansprechpartner.
Weitere Informationen
Die folgenden Seiten sind Anlaufstellen, die ich bei einem solchen Fall empfehlen würde:
Meta
Verbraucherzentrale



