Facebook-Account gehackt. Was jetzt?
- info480541
- 2. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen erleben es: plötzlich verschickt das eigene Facebook-Konto Nachrichten, die man nicht selbst geschrieben hat, oder man kann sich nicht mehr einloggen. Das ist ein echtes Ärgernis und kann bei Senioren Unsicherheit auslösen.
Leider ist es technisch oft schwierig, direkte Hilfe von Facebook zu bekommen – der Konzern bietet keine telefonische Hotline oder garantierte persönliche Unterstützung an, sondern weitgehend automatisierte Prozesse. Das kann dazu führen, dass Betroffene monatelang versuchen, wieder Zugang zu bekommen. Deshalb ist Prävention – also vorbeugen – heute noch wichtiger, als sich auf einen komplizierten Wiederherstellungsprozess zu verlassen.
Aktualisierung am 02.12.2025
Erstfassung am 16.06.2022
Was tun, wenn Sie merken, dass Ihr Konto gehackt wurde
Nicht über E-Mail-Links arbeiten!
Wenn Sie eine E-Mail erhalten, in der steht „Ihr Konto wurde gehackt – klicken Sie hier“, dann öffnen Sie die Facebook-Website direkt in Ihrem Browser (nicht über den Link in der E-Mail).➤ Viele E-Mails sind Phishing, also Fälschungen, die Sie bewusst in die Falle locken.
Rufen Sie die offizielle Facebook-Wiederherstellungsseite auf: facebook.com/hacked – dort begleitet Sie Meta Schritt für Schritt beim Versuch, Ihr Konto zurückzuholen.
Nutzen Sie falls möglich einen Computer oder ein Smartphone, das Sie vorher schon oft benutzt haben – das erhöht die Chance, dass Facebook Sie wiedererkennt.
Prüfen Sie Ihre E-Mails, die mit Facebook verknüpft sind.Wenn Ihr Konto gehackt wurde und jemand die E-Mail-Adresse geändert hat, sendet Facebook an Ihre alte Adresse einen Link, mit dem Sie die Änderung rückgängig machen können.
Wenn Sie keinen Zugang mehr haben:
Versuchen Sie den Punkt „Passwort vergessen?“ auf der Facebook-Loginseite.
Sollte auch das nicht funktionieren, kann Facebook verlangen, dass Sie einen Identitätsnachweis (z. B. Personalausweis) hochladen.
Viele Nutzer berichten online, dass der Prozess weder persönlich noch zuverlässig ist und oft in einer Schleife endet, ohne echten Support. Facebook hat leider keine kundenfreundliche Hotline, und oft bleibt man im automatisierten System hängen.
Die Realität der Hilfe von Facebook
Das Support-System von Meta ist meist automatisiert und bietet keine echte Telefon-Hotline oder garantierte persönliche Hilfe. Viele Betroffene berichten, dass sie monatelang versuchen mussten, wieder Zugang zu erhalten, bevor ein wiedererkennbarer Prozess erfolgreich war oder gar nicht. Ein zentraler Support-Hub mit KI-Unterstützung ist zwar angekündigt und wird getestet, um die Erfahrung zu verbessern, aber das ist noch nicht flächendeckend verfügbar und kann ebenfalls keine garantierte Erfolgsgarantie geben.
Wie man einen Hack vermeidet: Maßnahmen, die helfen könnten
1) Starke Passwörter verwenden
Ein Passwort sollte:
Mindestens 12 Zeichen haben,
Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten,
Einzigartig sein (also nicht für mehrere Dienste verwendet werden).Das reduziert drastisch das Risiko, dass jemand Ihre Daten knackt.
2) Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) einschalten
Die 2FA sorgt dafür, dass man beim Einloggen neben dem Passwort noch einen Code eingeben muss, der z. B. per SMS oder Authenticator-App kommt.Selbst wenn jemand Ihr Passwort kennt, ohne den 2FA-Code kommt niemand rein.
Tip: Wenn möglich, nutzen Sie eine Authenticator-App (z. B. Google Authenticator) statt nur SMS – das ist noch sicherer.
3) Misstrauen bei verdächtigen Nachrichten
Betrüger senden oft E-Mails oder Nachrichten, die aussehen, als kämen sie von Facebook. Prüfen Sie die Absender-Adresse sorgfältig und öffnen Sie keine Links aus solchen Mails.
4) Geräte und Sitzungen regelmäßig prüfen
In den Sicherheitseinstellungen von Facebook können Sie sehen, auf welchen Geräten und an welchen Orten Ihr Konto aktuell angemeldet ist. Unbekannte Geräte sofort abmelden und Passwort ändern.
5) Drittanbieter-Apps kontrollieren
Manche externe Apps oder Spiele, die mit Facebook verbunden sind, können Schwachstellen haben. In den Einstellungen prüfen, welche Apps Zugriff haben und alles Unbekannte entfernen.
6) Standard-Einstellungen von Anfang an sicher setzen
Schon beim Einrichten eines Facebook-Kontos sollten Sie:
Eine sichere E-Mail verwenden,
Nicht dasselbe Passwort wie bei anderen Diensten,
Sicherungs-Kontaktinfos einrichten (z. B. eine alternative E-Mail)
Autor: Andreas Paersch



