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Facebook-Seite oder eigene Website: Was Kleinunternehmen wirklich brauchen

  • 11. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit


Kurz gesagt: Facebook schafft Aufmerksamkeit. Die Website fängt sie auf. Und das eine schließt das andere nicht aus – im Gegenteil, nutzen Sie Facebook ruhig weiter, wenn es funktioniert. Nur: Facebook gehört einer anderen Firma. Die Regeln, die Reichweite, der Algorithmus – alles kann sich ändern. Die eigene Website gehört Ihnen. Sie ist der feste Punkt, auf den Sie überall verweisen können: in einem Facebook-Beitrag, einer E-Mail, auf der Visitenkarte, im Angebot – oder wenn jemand einfach bei Google nach Ihnen sucht.


Artikel vom 11. August 2026

Autor: Andreas Paersch, Coach für Online-Sichtbarkeit für kleine Unternehmen


„Warum brauche ich noch eine Website, wenn ich schon auf Facebook bin?" Eine verständliche Frage, die ich immer wieder höre. Facebook ist kostenlos, zeigt Fotos, verbreitet Neuigkeiten – und wenn darüber sogar Anfragen kommen, denkt man schnell: Wozu dann noch mehr?


Stellen Sie sich einen Interessenten vor, der eine Empfehlung bekommt: „Frag doch mal bei Müller." Er googelt den Namen und landet dann vielleicht auf der Facebook-Seite. Ein paar Bilder, ein aktueller Beitrag, vielleicht ein paar Bewertungen. Nicht schlecht – aber die eigentlichen Fragen bleiben offen: Was genau bietet Müller an? Ist das auch für meinen Fall? Arbeitet er in meiner Region? Und wie nehme ich Kontakt auf?


Genau hier liegt der Unterschied. Eine Website ist nicht nur ein weiterer Ort, an dem das Unternehmen auftaucht. Die Webseite ist der Ort, an dem es selbst erklären kann, wer es ist, was es anbietet – und warum man sich dafür entscheiden sollte.


Warum suchen jetzt auch Maschinen nach Unternehmen?


Bislang war das Ganze vor allem eine Frage von Menschen, die googeln. Inzwischen kommt eine zweite Ebene dazu: Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern direkt KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity. Und damit gehen Maschinen auf die Suche, die gesuchte Informationen selbstständig aufbereiten und keine Linkliste mehr zur Verfügung stellen! Mit Fragen wie beispielsweise


  • Wer macht gute Gartenarbeiten in der Region Somogy?

  • Welcher Elektriker ist im Raum Marcali empfehlenswert?

  • Welcher Maler in der Nähe von Fonyód kennt sich mit Lehmhäusern aus?


Und für diese, noch für viele Anwender "neuen" KI-Systeme, macht es einen Unterschied, wie und wo Informationen über ein Unternehmen verfügbar sind.



Warum zitieren KI-Systeme eher das öffentlich zugängliche Web als geschlossene Social-Media-Plattformen?


KI-Systeme nehmen Informationen aus den sozialen Medien mit auf, sofern sie im öffentlichen Netz verfügbar sind. Sie gehen (noch) nicht direkt auf diese Plattformen. Das hat viele Gründe. So blockieren (noch) die meisten großen Plattformen aktiv oder erschweren den Zugriff für KI-Crawler.


Neben diesen technischen Gründen gibt es aber auch inhaltliche Vorbehalte, weil Beiträge beispielsweise auf Facebook nicht die inhaltliche Tiefe für die gesuchte Beantwortung einer Suchanfrage liefern.


So besteht eine Facebook-Seite häufig aus vielen einzelnen Beiträgen, Fotos, Videos und Kommentaren. Die Informationen über das Unternehmen sind dadurch über zahlreiche Inhalte verteilt und stehen nicht unbedingt in einer strukturierten Form an einer einzigen Stelle. Für eine KI ist es dadurch schwierig sein, ein vollständiges und eindeutiges Bild des Unternehmens zu gewinnen.


Eine Website mit klar strukturierten Informationen bietet dagegen eine deutlich übersichtlichere Quelle. Das macht es für Suchmaschinen und KI-Systeme einfacher, ein Unternehmen, sein Angebot und seine aktuellen Mehrwertinformationen einzuordnen.


Was erwarten KI-Systeme von einer Webseite?


Eine Website muss dabei weder groß noch kompliziert sein. Sie muss vor allem die Fragen beantworten, die ein potenzieller Kunde tatsächlich hat – und die inzwischen auch eine KI beantworten können sollte, bevor sie ein Unternehmen einordnet:


  • Wer steckt hinter dem Unternehmen?

  • Was wird angeboten?

  • Für wen ist das Angebot gedacht?

  • Wo wird gearbeitet?

  • Wie kann ich Kontakt aufnehmen?


Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, hat eine Website bereits viel erreicht – für menschliche Besucher genauso wie für die Systeme, die inzwischen mitsuchen.



Fazit


Wenn Facebook Ihnen Kunden bringt, bleiben Sie dort. Aber sorgen Sie dafür, dass es auch einen Ort gibt, an dem Interessenten – und zunehmend auch Suchmaschinen und KI-Systeme – Ihr Unternehmen wirklich kennenlernen können.

Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Profile im Internet zu besitzen. Es geht darum, dass jemand, der nach Ihnen sucht, schnell versteht, wer Sie sind, was Sie machen und warum er Sie kontaktieren sollte.


Facebook kann der Ort sein, an dem Menschen auf Sie aufmerksam werden. Ihre Website sollte der Ort sein, an dem sie entscheiden können, ob sie Sie kontaktieren.

Und dafür ist eine eigene Website nach wie vor ziemlich nützlich – heute mehr denn je.



Andreas Paersch

Autor: Andreas Paersch


Andreas Paersch, Diplom-Betriebswirt mit langjähriger Erfahrung als Controller und Marketingleiter, ist Marketing-Coach und Webseiten-Experte bei Paersch Services am Balaton. Er unterstützt Selbstständige und KMUs dabei, ihre Webseiten und Markenpräsenz strategisch und nachhaltig zu entwickeln. In seiner Freizeit steht er leidenschaftlich gern in der Backstube.


Seine Angebote:






 
 
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