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Warum bucht keiner über meine Website? Die Antwort liegt oft in der Klarheit.

Aktualisiert: 28. Dez. 2025



Es ist 20:00 Uhr. Der Arbeitstag war lang, die Kunden anstrengend, und eigentlich wollten Sie längst auf Ihrer Couch liegen. Stattdessen pflegen Sie noch schnell Ihre Website „zwischen Tür und Angel“. Sie schreiben Texte, laden Bilder hoch und geben sich Mühe. Doch am nächsten Tag? Keine einzige Buchung, keine Anfrage.

Woran liegt das? Oft nicht am Design oder an der Technik.


Es liegt an der mangelnden Klarheit einer Webseite

In meiner Marketing-Beratung für Selbstständige und Inhaber kleiner Unternehmen sehe ich immer wieder, dass wir vor lauter Fachwissen vergessen, wie unsere Kunden ticken. Wer nach einem harten Tag Hilfe sucht, will keine Rätsel lösen. Er will geführt werden. Hier sind drei Stolpersteine, die Sie heute noch wegräumen können.


Der „Erklärbär“: Weniger Theorie, mehr Lösung


Gerade Experten wie Ernährungsberater, Heilpraktiker oder Coaches tappen oft in die „Erklärbär-Falle“. Sie erklären dem Besucher über 20 Absätze hinweg die theoretischen Grundlagen ihrer Arbeit.


Das Problem: Der Besucher ist müde. Er will nicht Biologie oder Psychologie studieren – er will wissen, ob Sie sein Problem lösen können.

Die Lösung: Packen Sie die Hintergründe in eine optisch abgegrenzte Infobox oder einen separaten Blogartikel.

Auf der Hauptseite gilt: Fokus auf das Ergebnis für den Kunden.




Der „Umsatz-Verhinderer“: Lassen Sie Ihre Kunden nicht im Regen stehen


Mein Vater war 45 Jahre im Vertrieb. Er nannte Kollegen „Umsatz-Verhinderer“, wenn sie sich zwar viel Zeit für Erklärungen nahmen, aber vergaßen, dem Kunden ein konkretes Angebot zu machen.


Im Internet ist der Wettbewerber nur einen Klick entfernt. Wenn Sie nach viel Text nicht klar sagen, was Ihre Dienstleistung kostet, wie lange sie dauert oder was der nächste Schritt ist, ist der Besucher weg.


Ihr Kunde kommt zu Ihnen, damit Sie ihm „Last“ abnehmen

Machen Sie es ihm so einfach wie möglich, ja zu sagen:

  • Wie genau funktioniert der Ablauf?

  • Welchen Zeitrahmen muss ich einplanen?

  • Was ist meine Investition?



Der „Mafia-Boss“: Warum ein klares Angebot purer Service ist


Erinnern Sie sich an Marlon Brando in „Der Pate“? (die Älteren unter uns kennen den Film, hüstelhüstel).

Er machte Angebote, die man nicht ablehnen konnte.


Im Webdesign nennen wir das „Call-to-Action“ (CTA). Viele Selbstständige scheuen sich davor, einen dicken Button mit „Jetzt buchen“ einzubauen, weil sie nicht „marktschreierisch“ wirken wollen.


Hier ist das Umdenken wichtig!


Ein klarer Button ist kein Zwang, er ist ein Vorteil für den Kunden. Wenn Ihr Besucher sich innerlich schon für Sie entschieden hat, will er nicht suchen müssen, wie er bezahlen oder buchen kann. Er will die „Kasse“ finden.


  • Die Ausrede: „Meine Daten stehen doch im Footer/ Impressum.“

  • Die Realität: Suchen ist Arbeit. Und nach Feierabend will sich niemand mehr anstrengen. Führen Sie Ihren Besucher an die Hand. Ein deutlicher Button ist das höflichste, was Sie für einen interessierten Kunden tun können.



Klarheit hört nicht bei der Website auf


Klarheit ist eine Haltung, die sich durch Ihr ganzes Business ziehen sollte:

  • In E-Mails:  Nutzen Sie den Betreff für die Entscheidung. Statt „Re: AW: Frage zum Termin“ schreiben Sie einfach „Einverstanden! Termin am Donnerstag passt“. Das spart Ihrem Gegenüber Zeit und Energie.

  • Im Gespräch:  Ein unklarer Auftrag („Schau mal nach dem Drucker“) führt zu Rückfragen und Fehlern. Sagen Sie präzise, was das Ziel ist („Hol bitte die Ausdrucke vom Drucker“). Das spart Ihnen und Ihrem Team wertvolle Minuten.



Andreas Paersch
Andreas Paersch

Mein Fazit für Ihren Feierabend


Marketing muss nicht kompliziert sein. Es muss nur klar sein. Wenn Ihre Website Ihre Expertise nicht in Buchungen verwandelt, liegt es meist daran, dass irgendwo ein „Stein“ im Weg liegt, über den Ihre Kunden stolpern.

Als MarketingCoach helfe ich Ihnen, diese Steine wegzuräumen, damit Ihre Website endlich für Sie arbeitet – und nicht umgekehrt.



Wollen wir jetzt gemeinsam schauen, wo Ihr „Erklärbär“ versteckt ist?



Autor: Andreas Paersch

 
 
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