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Warum viele Facebook-Beiträge kaum Reichweite bekommen (und was wirklich hilft)

  • vor 3 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Als Coach für Online-Marketing und Webseiten-Entwicklung sehe auf Facebook die Beiträge vieler Selbstständiger und Inhaber kleiner Unternehmen, die regelmäßig posten. Doch ich befürchte, dass ihre Beiträge nur einen Bruchteil der gewünschten Zielgruppe erreichen. Autsch. Nein , das liegt nicht nur an der Konkurrenz oder den Mechanismen des Algorithmus. Viel liegt auch an der Art der Inhalte, der Strategie, mit der sie veröffentlicht werden, und daran, wie gezielt Sie Ihre Zielgruppe ansprechen. Doch wie soll ein optimaler Beitrag auf Facebook aussehen? Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Herausforderungen des Online-Marketings auf Facebook.


Facebooks Algorithmus und Interaktion

Facebook priorisiert Beiträge, die rasch Reaktionen hervorrufen. Likes, Kommentare und Shares in den ersten Minuten nach Veröffentlichung bestimmen maßgeblich, wie viele Nutzer den Beitrag sehen. Beiträge ohne Engagement verschwinden oft unbemerkt im Feed.


Mein Tipp:  Formulieren Sie Beiträge so, dass sie Fragen stellen, Diskussionen anregen oder direkt zur Teilnahme auffordern. Ein gut platzierter Call-to-Action steigert die Interaktion und signalisiert dem Algorithmus, dass Ihr Beitrag relevant ist.



Inhalte plattformgerecht gestalten


Beiträge, die Nutzer von Facebook wegführen, etwa durch externe Links oder automatisierte Cross-Posts, verlieren schnell an Reichweite. Facebook bevorzugt native Inhalte, also direkt hochgeladene Bilder, Videos oder Reels.

Mein Tipp:  Wenn Sie Blogartikel teilen möchten, posten Sie zunächst ein Bild, Video oder prägnantes Zitat aus dem Artikel und fügen den Link im ersten Kommentar hinzu. So bleibt der Beitrag im Feed sichtbar und hat bessere Chancen auf Interaktion.



Persönliches Profil vs. Gruppen


Für Selbstständige stellt sich oft die Frage, ob Beiträge nur auf dem persönlichen Profil oder auch in Gruppen veröffentlicht werden sollen:

  • Persönliches Profil: Ihre bestehenden Follower sehen die Beiträge automatisch. Gleichzeitig stärkt dies Ihre persönliche Marke als Experte.

  • Fachgruppen: Beiträge in Gruppen erreichen eine gezielte Zielgruppe, oft sehr fokussiert auf ein bestimmtes Thema oder eine Branche. Sie sind ideal, um neue Kontakte oder potenzielle Kunden zu gewinnen.


Mein Tipp:  Veröffentlichen Sie nicht denselben Beitrag unreflektiert in zehn Gruppen. Passen Sie Inhalte jeweils leicht an die Gruppe an, etwa mit einem spezifischen Intro oder einer Frage, die auf die Mitglieder zugeschnitten ist. (Danke an dieser Stelle an den geschätzten Kollegen Ralf Wötzel, der mir für diesen Artikel erste Inspirationen auf den Weg gegeben hat. (mehr zu Ralf Wötzel auf facebook)



Werbeartikel oder Nutzwertartikel


Beiträge, die reinen Werbecharakter haben, werden meist weniger sichtbar und erzeugen kaum Interaktion. Leser reagieren deutlich stärker auf Nutzwertartikel, die ein Problem lösen oder einen echten Mehrwert bieten.


  • Nutzwertartikel: Tipps, Anleitungen, praxisnahe Beispiele, Checklisten.

  • Werbeartikel: Stellen Produkte oder Dienstleistungen in den Vordergrund, ohne einen Mehrwert zu liefern.


Praxis-Tipp: Gestalten Sie Ihre Beiträge so, dass sie informativ und praxisnah sind, und verknüpfen Sie erst am Ende dezent Ihre Dienstleistung oder den Blogartikel.


Realistische Posting-Frequenz für Selbstständige


Für Selbstständige ist es oft nicht möglich, drei bis fünf Beiträge pro Woche zu erstellen. Ein bis zwei hochwertige Beiträge pro Woche reichen völlig aus, wenn sie gut geplant sind und echte Mehrwerte liefern. Qualität schlägt Masse – der Algorithmus erkennt das und belohnt relevante Inhalte.


Interaktion fördern statt nur Reichweite messen

Nicht nur die Reichweite zählt, sondern auch die Tiefe der Interaktion. Kommentare, Shares und längere Betrachtungszeiten signalisieren dem Algorithmus, dass Ihr Beitrag relevant ist. Gestalten Sie Ihre Inhalte so, dass Leser aktiv werden: Fragen beantworten, Meinungen teilen oder kleine Challenges umsetzen.


Inhalte auf Zielgruppe zuschneiden

Je genauer Sie wissen, welche Probleme Ihre Zielgruppe lösen möchte und welche Fragen sie beschäftigt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Beiträge gesehen, gelesen und geteilt werden. Analysieren Sie typische Kundenfragen und verwenden Sie diese als Aufhänger für Blogartikel oder Beiträge.


Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der Veröffentlichungszeitpunkt beeinflusst die Reichweite messbar. Posts erzielen höhere Interaktion, wenn Ihre Follower online sind. Tools wie Facebook Insights oder externe Planungstools helfen, den besten Zeitpunkt zu ermitteln.


Fazit

Um Ihre Facebook-Reichweite nachhaltig zu steigern, sollten Sie:


  • Inhalte so gestalten, dass echte Interaktion entsteht

  • native Formate verwenden (Bilder, Videos, Reels)

  • Beiträge sowohl auf Ihrem persönlichen Profil als auch in passenden Gruppen veröffentlichen, jedoch jeweils angepasst

  • auf Nutzwertartikel statt reine Werbeartikel setzen

  • eine realistische Frequenz von 1–2 hochwertigen Beiträgen pro Woche einhalten

  • Inhalte gezielt für Ihre Zielgruppe planen und auf Relevanz und Mehrwert achten

  • den optimalen Veröffentlichungszeitpunkt nutzen


Mit dieser Strategie können Sie Ihre Reichweite deutlich steigern, Ihre Expertise sichtbar machen und gleichzeitig den Aufwand für die Content-Erstellung überschaubar halten.


Autor: Andreas Paersch

Marketing-Coach und Webseiten-Ersteller, Computerhelfer und Inhaber der Paersch Services Kft. >> Mehr über Andreas Paersch

 
 
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