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Startseite optimieren: 7 Punkte, die Selbstständige und kleine Unternehmen prüfen sollten

  • vor 20 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit


wie kannst Du die Startseite Deiner Homepage optimieren?


Ihre Website sieht gut aus – aber wissen Besucher innerhalb weniger Sekunden, was Sie anbieten, für wen Ihr Angebot gedacht ist und warum sie gerade bei Ihnen richtig sind?

Genau hier liegt bei vielen Startseiten das Problem.


In unserer Arbeit mit Selbstständigen und Inhabern kleiner Unternehmen sehen wir immer wieder Websites, die technisch funktionieren und optisch ordentlich aussehen. Trotzdem bleiben wichtige Fragen offen. Besucher müssen sich erst durch die Seite arbeiten, bevor sie verstehen, was das Unternehmen eigentlich anbietet. Und das viel größere Problem: die KI-Systeme sind nicht bereitet, sich durch eine Webseite "durchzuarbeiten". Entweder sie klar und transparent wertvolle Informationen mitnehmen - oder sie sind weg. Und Sie mit Ihrer Webseite bleiben dann ggf. unsichtbar in KI-Systemen.


Letzte Überarbeitung: 27.08.2026

Erstfassung des Artikels: 16.06.2022

Autor: Andreas Paersch, Marketing-Coach und Webseiten-Bauer

Eine gute Startseite muss dagegen nicht alles erklären. Sie muss vor allem Orientierung geben, Vertrauen schaffen und den Besucher zum nächsten sinnvollen Schritt führen.

Hier sind sieben Punkte, mit denen Sie Ihre Startseite selbst überprüfen können.


Versteht man auf der Startseite der Webseite sofort, was Sie anbieten?


Der wichtigste Test ist gleichzeitig der einfachste: Kann jemand, der Ihr Unternehmen noch nicht kennt, nach wenigen Sekunden sagen, was Sie anbieten? Laden Sie dazu doch einfach mal jemanden ein, setzen sich neben ihn und lassen Sie sich von ihm die Startseite Ihrer Webseite erklären. Auf vielen Startseiten steht beispielsweise:


  • „Herzlich willkommen bei uns“

  • „Ihre Zufriedenheit ist unser Anspruch“


Das klingt freundlich, hilft dem Besucher aber kaum weiter. Noch schlimmer: es bremst den Besucher der Webseite aus auf seiner Suche nach einer Antwort!


Besser wäre doch eine Aussage, die konkret beschreibt, was Sie tun und für wen:

Zum Beispiel:

  • „Websites für Selbstständige und Inhaber kleiner Unternehmen“

  • "Malerarbeiten für ungarische Lehmhäuser am Balaton"

  • „Hausmeisterarbeiten für Privathäuser rund um Heviz


Die Startseite sollte nicht in erster Linie kreativ formuliert sein. Sie sollte verständlich sein.



Ist klar, für wen Ihr Angebot gedacht ist?


Ein Besucher möchte eigentlich nicht wissen, was Sie anbieten.

Sondern er will wissen: „Ist das etwas für mich?“

Eine Aussage wie „Wir bieten individuelle Lösungen für jeden Bedarf“ klingt zwar offen und kundenfreundlich. Sie ist aber so allgemein, dass sich kaum jemand konkret angesprochen fühlt. Je genauer Sie Ihre Zielgruppe beschreiben können, desto leichter kann ein Besucher sich wiedererkennen.


Die wichtigste Information gehört nach oben


Besucher lesen eine Startseite normalerweise nicht wie einen Zeitungsartikel von oben nach unten. Sie überfliegen sie. Deshalb sollte der Bereich, den man ohne Scrollen sieht, bereits die wichtigsten Fragen beantworten:


  • Was wird angeboten?

  • Für wen?

  • Welchen Nutzen habe ich?

  • Was kann ich als Nächstes tun?


Dieser Bereich wird häufig als „Above the Fold“ bezeichnet. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Text nach oben zu packen.

Im Gegenteil: Oben sollte möglichst schnell Klarheit entstehen.

Eine große Überschrift wie „Willkommen in unserer Welt“ kann schön aussehen. Sie erklärt aber noch nicht, was das Unternehmen eigentlich macht. Mehr dazu habe ich auch in meinem Beitrag über [klare Überschriften auf Websites] geschrieben.


Ihre Startseite muss Vertrauen aufbauen


Selbst wenn ein Besucher Ihr Angebot grundsätzlich interessant findet, stellt sich die nächste Frage: „Kann ich diesem Unternehmen vertrauen?“

Menschen kaufen nicht nur eine Leistung. Sie entscheiden sich für einen Anbieter.

Vertrauen kann beispielsweise entstehen durch:


  • echte Fotos

  • persönliche Vorstellung

  • Erfahrungen und Qualifikationen

  • Kundenstimmen

  • Referenzen

  • nachvollziehbare Arbeitsweise

  • klare Kontaktmöglichkeiten

  • konkrete Ansprechpartner


Ein austauschbares Stockfoto mit einem lächelnden Menschen ersetzt keine persönliche Glaubwürdigkeit.


Zeigen Sie nicht nur, was Sie machen – zeigen Sie, was der Kunde davon hat


Das ist ein Punkt, den ich bei vielen Websites vermisse. Unternehmen beschreiben ihre Leistungen aus ihrer eigenen Sicht: Was machen wir? Welche Arbeiten übernehmen wir? Welche Produkte bieten wir an? Der Kunde stellt sich aber eine andere Frage: Was habe ich davon? Welches Problem wird für mich gelöst?



Ein Beispiel:

Ein Handwerker im Badausbau schreibt auf seiner Website:

„Wir übernehmen Fliesenarbeiten, Sanitärinstallation, Trockenbau und die Montage von Badmöbeln.“

Das ist zwar korrekt, aber aus Kundensicht wenig aussagekräftig. Wer sein Bad renovieren möchte, sucht nicht in erster Linie Fliesenarbeiten. Er möchte ein modernes, funktionales Bad und möglichst wenig Aufwand mit der Renovierung.


Besser wäre deshalb beispielsweise:

„Wir machen aus Ihrem alten Bad Ihr neues Wunschbad – von der Planung bis zur fertigen Montage. Sie haben einen Ansprechpartner und müssen die verschiedenen Gewerke nicht selbst koordinieren.“ Die einzelnen Leistungen können anschließend immer noch erklärt werden.


Auf der Startseite sollte immer deutlich werden, welches Problem Sie für Ihren Kunden lösen und welches Ergebnis er von Ihnen erwarten kann.



Gibt es einen klaren nächsten Schritt?


Eine gute Startseite sollte den Besucher nicht mit der Frage zurücklassen:

„Und was soll ich jetzt machen?“


Was soll ein Besucher nach dem Lesen tun? Je nach Unternehmen kann das beispielsweise sein:

  • Kontakt aufnehmen

  • Termin vereinbaren

  • Angebot ansehen

  • Produkt kaufen

  • Referenzen anschauen

  • einen Rückruf anfordern

  • einen Newsletter abonnieren

Der nächste Schritt sollte deutlich erkennbar sein. Ein Button mit „Mehr“ ist dabei wenig aussagekräftig.


Die Startseite ist nicht dafür da, alles zu erzählen


Das klingt zunächst widersprüchlich. Aber eine häufige Schwäche von Startseiten ist, dass sie versuchen, das gesamte Unternehmen auf einer einzigen Seite zu erklären.

Dann stehen dort:

  • Unternehmensgeschichte

  • alle Leistungen

  • sämtliche Produkte

  • ausführliche Fachinformationen

  • Teamvorstellung

  • Preise

  • Referenzen

  • Kontakt

  • und noch vieles mehr.


Das Ergebnis: Alles ist wichtig – und dadurch ist am Ende nichts mehr wirklich wichtig.

Eine gute Startseite ist eher ein Wegweiser. Sie gibt einen Überblick und führt Besucher zu den Informationen, die für sie relevant sind. Die ausführlichen Informationen gehören dann auf passende Unterseiten.


Der 30-Sekunden-Test für Ihre Startseite


Jetzt können Sie Ihre eigene Website ganz einfach testen.

Öffnen Sie Ihre Startseite und schauen Sie sie sich 30 Sekunden lang an.

Danach beantworten Sie diese sieben Fragen:


  1. Was bietet das Unternehmen an?

  2. Für wen ist das Angebot gedacht?

  3. Welches Problem wird gelöst?

  4. Warum sollte ich diesem Unternehmen vertrauen?

  5. Was unterscheidet das Unternehmen von anderen?

  6. Was soll ich als Besucher als Nächstes tun?

  7. Finde ich schnell die Informationen, die ich brauche?


Wenn Sie mehrere Fragen nicht beantworten können, sollten Sie Ihre Startseite genauer prüfen.



Was Google davon hat – und was nicht


Eine gute Startseite sollte nicht nur für Google geschrieben werden. Zuerst muss sie für die Menschen verständlich sein, die Ihre Website besuchen. Allerdings hilft genau diese Klarheit auch Suchmaschinen und anderen Systemen dabei, den Inhalt Ihrer Website besser einzuordnen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie Ihre Startseite mit Suchbegriffen vollpacken sollten. Eine gute Startseite ist kein Text für Google. Sie ist eine klare Antwort auf die Fragen Ihrer Kunden.


Fazit: Üben Sie sich im Perspektivenwechsel


Eine gute Startseite muss nicht möglichst modern, umfangreich oder spektakulär sein.

Sie muss vor allem verständlich sein. Ein Besucher sollte schnell erkennen:

Hier bin ich richtig. Das Angebot passt zu mir. Diesem Unternehmen kann ich vertrauen. Und ich weiß, wie es weitergeht.

Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die eigene Website nicht nur aus Sicht des Unternehmers, sondern aus Sicht eines Menschen, der Ihr Unternehmen zum ersten Mal besucht.


Hinweis: Dieser Artikel richtet sich bewusst an Selbstständige und kleine Unternehmen, die ihre Webseite selbst betreuen oder besser verstehen möchten. Wir wollen Ihnen kompakt Lösungen an die Hand geben, damit Sie Ihre knapp bemessende Zeit für Ihr Online-Marketing wirkungsvoll einsetzen können.



Autor: Andreas Paersch

Andreas Paersch ist Diplom-Betriebswirt, Marketingberater und Webseiten-Gestalter. Er unterstützt Selbstständige und kleine Unternehmen dabei, ihre Webseiten verständlich, nutzerfreundlich und suchmaschinenwirksam aufzubauen und zu verbessern. In seiner Arbeit verbindet er betriebswirtschaftliches Denken mit praxisnaher Online-Marketing-Erfahrung und legt besonderen Wert darauf, dass Webseiten Vertrauen schaffen und Anfragen erzeugen. Mehr über ihn erfahren Sie auf: https://www.paersch-services.com/andreas-paersch

 
 
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