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Freundlicher Roboter

Online-Marketing:

Wird Ihre Webseite von der KI zitiert?

Artikel von Andreas Paersch

Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde möchte wissen, ob es in seiner Stadt einen zuverlässigen Handwerker gibt. Früher hätte er Google geöffnet, auf ein paar Links geklickt und sich dann entschieden. Heute tippt er seine Frage einfach in ChatGPT oder Perplexity – und bekommt sofort eine fertige Antwort. Mit konkreten Empfehlungen, manchmal sogar mit Namen und Webseite. Oder auch nicht. Und Ihr Name ist nicht dabei?

 

Genau das ist der Kern einer Entwicklung, die auch für Ihr Unternehmen zunehmend relevant wird:

Die Art, wie Menschen im Internet nach Informationen, Produkten und Dienstleistungen suchen, verändert sich gerade rasant und grundlegend. Und wer dabei nicht sichtbar ist, wird schlicht übergangen.

 

Laut einer aktuellen Analyse verlieren Webseiten, die bei Google auf Platz 1 stehen, durch KI-Zusammenfassungen mehr als die Hälfte ihrer Klicks. Der Traffic kommt gar nicht mehr an. Doch bitte jetzt nicht schockiert sein - lassen Sie uns gemeinsam tiefer in das Thema einsteigen.

 

Was passiert überhaupt, wenn eine KI antwortet?

 

Die drei bekanntesten KI-Systeme funktionieren unterschiedlich – und das ist wichtig zu verstehen

  • Google AI Overviews erscheinen ganz oben in der Suchergebnisseite, noch vor den eigentlichen Links. Google fasst dabei die Antwort auf Ihre Frage direkt zusammen – oft so vollständig, dass der Nutzer gar nicht mehr weiterklickt.
     

  • ChatGPT durchsucht das Web aktiv und kombiniert Informationen aus verschiedenen Quellen zu einer einzigen Antwort. Wer als Quelle zitiert wird, wird namentlich genannt – manchmal sogar mit Link.
     

  • Perplexity arbeitet ähnlich wie eine klassische Suchmaschine, aber mit KI-Zusammenfassung. Besonders interessant: Perplexity nennt pro Antwort meist nur vier bis fünf Hauptquellen. Jeder dieser Plätze ist entsprechend wertvoll.

Jede Plattform folgt eigenen Spielregeln.

Wer bei ChatGPT zitiert wird,

taucht nicht automatisch auch bei Perplexity oder Google auf – und umgekehrt.

 

 

 

Warum werden viele Webseiten ignoriert 

 

Die größte Gefahr für Unternehmen ist nicht, dass KI-Systeme schlecht über sie reden. Es ist, dass sie überhaupt nicht über sie reden. Die häufigsten Ursachen dafür sind:
 

  1. Erstens sind viele Webseiten für KI-Bots technisch nicht zugänglich – weil die sogenannte robots.txt-Datei den Zugriff versperrt, ohne dass der Inhaber es ahnt.

  2. Zweitens enthalten viele Unternehmenswebseiten keine konkreten, zitierfähigen Aussagen. Texte wie „Wir sind Ihr kompetenter Partner für...“ klingen vertraut, aber für eine KI sind sie wertlos – weil sie nichts Überprüfbares enthalten.

  3. Drittens sind viele Inhalte zu werblich formuliert. KI-Systeme wurden mit journalistischen und wissenschaftlichen Texten trainiert. Werbesprache erkennen sie als das, was sie ist – und bevorzugen sachlichere Quellen.

 

Was KI-Systeme beim Zitieren wirklich bevorzugen

 

Die gute Nachricht: Es gibt klare Faktoren, die darüber entscheiden, ob eine Webseite als Quelle herangezogen wird. Und diese Faktoren lassen sich gezielt beeinflussen.

 

Struktur und Aufbau.

KI-Systeme bewerten keine ganzen Seiten, sondern einzelne Textabschnitte. Ein Absatz muss für sich allein verständlich sein – wie eine eigenständige Antwort auf eine konkrete Frage. Wer seine besten Informationen tief im Text versteckt, wird seltener zitiert. Analysen zeigen, dass die ersten vierzig bis sechzig Wörter eines Abschnitts besonders stark ins Gewicht fallen.

 

Maschinenlesbarkeit und Markup.

Designs, Farben und Bilder sieht eine KI nicht – sie liest den Code dahinter. Entscheidend ist, ob die Webseite in sauberem, semantischem HTML aufgebaut ist und ob sogenannte strukturierte Daten (JSON-LD Schema) vorhanden sind. Diese geben der KI eine Art digitalen Ausweis für den Inhalt: Was ist das für eine Seite? Wer hat den Text verfasst? Wann wurde er aktualisiert? Neu hinzugekommen ist außerdem die llms.txt – eine einfache Textdatei, die KI-Systemen eine direkte Übersicht über die wichtigsten Seiten einer Website gibt.

 

E-E-A-T-Signale: Vertrauen und Autorität.

KI-Systeme vertrauen Quellen, die nachweislich kompetent sind. Dazu gehören sichtbare Autorenschaft, ein vollständiges Impressum, Kundenstimmen und Erwähnungen auf anderen Webseiten. Wer anonym publiziert oder keine externen Referenzen hat, wird von KI-Systemen schlicht als weniger vertrauenswürdig eingestuft – und entsprechend selten zitiert.

 

Aktualität.

Frische Inhalte werden deutlich häufiger herangezogen als veraltete. Inhalte, die jünger als dreißig Tage sind, werden mehr als dreimal so oft zitiert wie Inhalte, die älter als drei Monate sind. Wer seine Webseite ein Jahr lang nicht anfasst, verliert in der KI-Welt kontinuierlich an Relevanz.

 

Einzigartigkeit und belegbare Aussagen.

KI-Systeme filtern aktiv heraus, was sie bereits kennen. Inhalte, die nur allgemeine Bekanntheiten wiederholen, werden wie Rauschen behandelt. Was zählt, sind konkrete Zahlen, nachvollziehbare Aussagen und externe Quellenverweise – Signale dafür, dass die Information überprüfbar und verlässlich ist.

 

Ganz ehrlich: wo steht Ihre Webseite heute?

Fragen Sie ChatGPT, Claude und Perplexity: „Wie bewertest Du die Sichtbarkeit von www.[Ihre Domaindresse in der KI]? “ Vergleichen Sie die Antworten. Oft kennt eine Plattform Sie gut, eine andere gar nicht. Das zeigt Ihnen, wo Ihre Sichtbarkeit bereits funktioniert – und wo sie fehlt.

Bisher haben Sie sich immer mit Maßnahmen für die Sichtbarkeit in Google ("SEO") auseinander gesetzt. Machen Sie dies weiter und ergänzen dies mit Maßnahmen für die KI ("GEO Begriff Generative Engine Optimization"). GEO ist im Kern einfach: Es geht darum, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Systeme sie verstehen, einschätzen und zitieren. GEO ersetzt klassische Suchmaschinenoptimierung nicht – aber es erweitert sie um eine Dimension, die heute noch viele ignorieren.Wer jetzt beginnt, seine Webseite in diese Richtung weiterzuentwickeln, hat einen echten Vorsprung. Denn die meisten kleinen und mittleren Unternehmen haben das Thema noch nicht auf dem Schirm.

 

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: Ranke ich bei Google? Sondern: Werde ich von KI-Systemen als verlässliche Quelle zitiert?

 

Möchten Sie wissen, wie Ihre Webseite heute dasteht? In meiner Marketing-VideoSprechstunde schauen wir uns gemeinsam an, wo Ihre Webseite Potenzial hat – und was als nächster sinnvoller Schritt aussehen könnte. Den Link zur Anmeldung finden Sie rechts unten. Ich freue mich auf Ihre Anfrage

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Eine Website ist nie fertig – und genau das ist das Schöne daran. Jede Etappe ist ein kleiner Sieg, der motiviert, weiter dranzubleiben.

Andreas Paersch,

Inhaber Paersch Services KFT.
Marketing-Coach, Webseiten-Entwickler, Computerhelfer, Allrounder, Kuchen-Fan.

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