
Online-Marketing:
Machen Sie auch diese fünf Fehler auf Ihrer Website?
Artikel von Andreas Paersch
​Sie haben eine Website. Sie ist da. Und auch gut gemacht. Aber stellen Sie sich ehrlich diese eine Frage:
"Ist sie eine schöne Visitenkarte – oder eine Maschine, die für mich arbeitet?
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Eine Visitenkarte sagt: Ich existiere. Hier sind meine Kontaktdaten. Sie liegt auf dem Tisch. Sie wartet. Sie tut nichts.
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Eine Website, die wirklich arbeitet, ist etwas anderes. Sie beantwortet Fragen, bevor Ihr Kunde sie stellt. Sie gibt dem Interessenten das gute Gefühl: Hier bin ich richtig. Sie macht aus einem Besucher einen Anrufer – oder einen Käufer.
Und dann gibt es noch eine dritte Stufe. Eine, die die meisten noch nicht einmal auf dem Radar haben: Wird Ihre Website denn auch von der KI zitiert? Wenn heute jemand eine Frage in ChatGPT oder Google eingibt – eine Frage, auf die Sie die perfekte Antwort hätten – erscheinen Sie dann? Oder existieren Sie in dieser neuen Welt schlicht nicht?
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Das sind keine theoretischen Fragen. Es sind die drei Ebenen, auf denen sich heute entscheidet, ob eine Website Geld kostet oder Geld bringt. Und es gibt fünf Fehler, die leider viele machen – die genau das verhindern.
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Fehler 1: Ihre Website verkauft nicht – sie informiert nur
Eine Website ist kein Schaufenster. Sie ist ein Verkäufer. Ein Verkäufer, der rund um die Uhr arbeitet, nie krank wird – und genau dann spricht, wenn Ihr Kunde bereit ist zuzuhören.Aber was steht auf den meisten Unternehmensseiten? „Wir sind seit 1987 in der Branche tätig. Qualität und Kundennähe sind uns wichtig." Das sagt jeder. Das kauft niemand.
Die richtige Frage lautet: Was hat mein Kunde gerade für ein Problem – und wie löse ich es konkret? Schreiben Sie das. Direkt. Ohne Umwege.
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Fehler 2: Die Website fühlt sich an wie alle anderen
Können Ihre Besucher nach 30 Sekunden sagen, wer Sie sind? Nicht was Sie tun – sondern wie Sie denken, was Sie antreibt, was Sie anders macht? Eine Website, die sich anfühlt wie ein Word-Dokument mit Bildern, wird vergessen. Eine Website, die eine Haltung hat, eine Stimme, einen Charakter – die bleibt.
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Die richtige Frage lautet: Wenn meine Website eine Person wäre – würde ich diese Person mögen? Würde ich ihr vertrauen?
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Fehler 3: Niemand versteht sofort, was Sie anbieten
Es gibt einen einfachen Test: Zeigen Sie jemandem Ihre Startseite für fünf Sekunden. Dann fragen Sie: „Was macht diese Firma?"
Probieren Sie es aus. Die Antworten werden Sie überraschen – meistens unangenehm. „Innovative Lösungen für anspruchsvolle Kunden" – das versteht niemand. „Ich helfe Handwerksbetrieben, mehr Aufträge über Google zu bekommen" – das versteht jeder.
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Die richtige Frage lautet: Kann ein Fremder in fünf Sekunden sagen, was ich tue, für wen – und warum das wichtig ist?
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Fehler 4: Die Inhalte sind hübsch – aber leer
Stock-Fotos von lächelnden Menschen, die nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun haben. Texte, die klingen, als wären sie aus einem Imagebroschüren-Generator. Seiten, die scrollen, aber nie ankommen. Echter Inhalt ist konkret. Er zeigt Projekte, nennt Zahlen, erklärt Prozesse. Er gibt dem Leser das Gefühl: Dieser Mensch weiß, wovon er redet.
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Die richtige Frage lautet: Was würde mein Kunde wirklich wissen wollen – und sage ich das auch?
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Fehler 5: Sie nehmen den Besucher nicht ernst
Eine gute Website verschwendet die Zeit des Besuchers nicht. Sie bevormundet ihn nicht. Sie gibt ihm, was er braucht – klar, direkt, respektvoll. Das Gegenteil davon kennen Sie: Pop-ups, die nach drei Sekunden aufploppen. Cookie-Banner, die halbe Bildschirme blockieren. Navigation, die in fünf Untermenüs versteckt, was der Nutzer sofort braucht.
Jedes dieser Elemente sagt dem Besucher: Deine Zeit ist uns egal.
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Die richtige Frage lautet: Würde ich mich auf meiner eigenen Website wohlfühlen – als Fremder, der zum ersten Mal kommt?
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Und jetzt der Fehler, den die meisten noch nicht sehen
Diese fünf Fehler kosten Sie heute Kunden. Aber es gibt einen sechsten – der wird in den nächsten Jahren über die Existenz vieler Websites entscheiden.
Fehler 6: Sie unterschätzen die technologische Entwicklung
Ihre Website muss auch für KI funktionieren.​ Google lieferte Trefferlisten. Sie haben geklickt, verglichen, entschieden.
KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Gemini arbeiten anders. Sie lesen. Sie verstehen. Und sie antworten – in einem einzigen, zusammengefassten Text. Keine Liste. Keine zehn Ergebnisse. Eine Antwort.
Und diese Antwort kommt irgendwoher. Von Quellen, denen die KI vertraut. Von Seiten, die sie versteht.
Ist Ihre Website dabei – oder nicht?
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Was KI auf Ihrer Website sucht
KI-Systeme lesen keinen hübschen Slider und kein animiertes Logo. Sie lesen Struktur. Sie lesen Bedeutung. Und dafür gibt es eine Sprache: strukturierte Daten, auch Markup genannt. Markup ist ein unsichtbarer Code im Hintergrund Ihrer Website. Er sagt der KI – und auch Google – präzise, was auf Ihrer Seite steht:
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Das hier ist ein Dienstleistungsangebot
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Das hier ist eine Frage mit einer Antwort
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Das hier ist eine Person mit diesem Beruf, in dieser Stadt
Ohne diesen Code liest die KI Ihre Seite wie einen Brief ohne Absender. Sie versteht vielleicht den Inhalt – aber sie weiß nicht, wer Sie sind, was Sie tun und ob Sie vertrauenswürdig sind.
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Was Sie konkret tun können
Drei Dinge machen den größten Unterschied:
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Klare Fragen – klare Antworten. Schreiben Sie auf Ihrer Website so, wie Ihre Kunden fragen. „Was kostet eine neue Website?" „Wie lange dauert ein Webprojekt?" „Für wen ist das geeignet?" KI sucht genau diese Frage-Antwort-Paare – und zitiert Seiten, die sie klar liefern.
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Strukturierte Daten einbauen. Mit sogenanntem Schema-Markup – einem standardisierten Code-Format – sagen Sie der KI exakt, wer Sie sind: Ihr Name, Ihr Beruf, Ihre Leistungen, Ihr Standort, Ihre Bewertungen. Das ist keine Hexerei. Aber es braucht jemanden, der es richtig umsetzt.
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Echte Expertise zeigen. KI-Systeme bevorzugen Quellen, die Tiefe haben. Nicht fünf oberflächliche Sätze zu einem Thema – sondern eine Seite, die eine Frage wirklich beantwortet. Ein echter Artikel. Ein konkretes Fallbeispiel. Eine ehrliche Erklärung.
Kurz gesagt: Was gut für Ihren Leser ist, ist gut für die KI. Und was die KI versteht, wird zitiert. Sichtbarkeit bedeutet bald nicht mehr: auf Seite 1 bei Google erscheinen. Es bedeutet: in der Antwort einer KI vorkommen. Oder nicht existieren.
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Was jetzt?
Sie müssen heute keine komplette Neugestaltung starten. Aber Sie sollten wissen, wo Sie stehen. Schauen Sie Ihre Website mit anderen Augen an. Stellen Sie sich diese Fragen:
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Verkauft sie – oder erklärt sie nur?
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Fühlt sie sich nach mir an – oder nach irgendwem?
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Versteht ein Fremder in fünf Sekunden, was ich tue?
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Liefert sie echten Inhalt – oder schönen Lärm?
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Nimmt sie den Besucher ernst?
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Und: Würde eine KI sie verstehen – und zitieren?
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Die KI trifft auch uns als Unternehmen! Die Erstellung von Webseiten oder das Schreiben von Texten - all dies kann und wird in naher Zukunft anders aussehen. Als Unternehmen sind wir dabei uns darauf einzustellen und jeden Tag neu dazuzulernen. Nie war die technologische Entwicklung so rasant wie aktuell.
